Auf den bekanntesten Weihnachtsmärkten gibt es meist mehr Bewerbungen als Stände, und die Veranstalter müssen auswählen. Sich nur anzumelden reicht nicht: Du musst deine Arbeit gut präsentieren. Dieser Leitfaden erklärt, wann du dich bewirbst, was du vorbereitest und worauf die Auswahl meist achtet. Wenn du schon einen Stand hast, hilft dir eher unser Ratgeber, wie du deinen Weihnachtsmarktstand vorbereitest.
Wann die Bewerbung öffnet
Ein einheitliches Datum gibt es nicht. Große Märkte von Städten oder Veranstaltungsfirmen öffnen die Bewerbung oft zwischen Jahresbeginn und Spätsommer. Kleinere Märkte von Vereinen, Stadtteilen oder Kulturzentren öffnen manchmal erst im Oktober oder sogar im November.
Der beste Hinweis ist die letzte Ausgabe: Wenn du weißt, wann die Bewerbung letztes Jahr öffnete, stell dir dieses Jahr ein paar Wochen vorher eine Erinnerung. In unseren Weihnachtsmarkt-Ratgebern nach Stadt nennen wir die angekündigten Termine und die letzte Ausgabe jedes Marktes und sagen dazu, wenn ein Datum noch nicht bestätigt ist.
Bist du dieses Jahr für die großen Märkte zu spät, gib nicht alles auf: Such kleinere Märkte und notier dir jetzt schon die Termine fürs nächste Jahr.
Worauf Veranstalter achten
Jeder Markt hat eigene Kriterien, aber diese tauchen immer wieder auf:
- Dass dein Produkt zum Markt passt: Kunsthandwerk, regionale Lebensmittel, Weihnachtsdeko, Geschenke.
- Dass es von dir ist: Viele Märkte bevorzugen Handgemachtes oder Eigenproduktion statt Weiterverkauf.
- Vielfalt: Niemand will zehn Stände mit demselben Produkt. Wenn du etwas Besonderes machst, sag es.
- Präsentation: wie dein Stand aussehen wird. Ein Foto eines früheren Stands hilft sehr.
- Unterlagen in Ordnung: Gewerbeanmeldung, Betriebshaftpflicht und bei Lebensmitteln die nötigen Hygienenachweise. Prüf, was die jeweilige Ausschreibung verlangt.
Deine Bewerbungsmappe: was hineingehört
Eine Mappe ist ein kurzes Dokument (ein bis zwei Seiten oder ein Link), das deine Arbeit vorstellt. Nimm auf:
- Wer du bist, in zwei, drei Sätzen: was du machst, wo und seit wann.
- Was du verkaufen wirst, mit einer ungefähren Preisspanne.
- Wie du es herstellst: Materialien und Arbeitsweise, vor allem bei Handgemachtem.
- Produktfotos (siehe unten) und, falls vorhanden, ein Foto deines Stands auf einem anderen Markt.
- Was dein Stand braucht: Größe, Strom, eigener Pavillon ja oder nein.
- Kontakt und Netzwerke: Telefon, E-Mail und ein Link zu deinem Katalog.
Viele Ausschreibungen laufen über ein Formular. Halte deine Texte zum Kopieren bereit und pass sie an jede Frage an.
Fotos, die bei der Auswahl helfen
Fotos sind das Erste, was angeschaut wird. Ein paar Hinweise:
- Tageslicht und neutraler Hintergrund. Vermeide dunkle Fotos und den Handyblitz.
- Ein Foto pro Produkt von vorn und ein paar Details, damit man die Qualität sieht.
- Ein Gesamtbild deiner Kollektion, damit klar ist, was du verkaufen wirst.
- Einheitlichkeit: Haben deine Fotos denselben Stil, wirkt deine Arbeit sorgfältiger.
Mehr Tipps in unserer Produktfoto-Checkliste.
Ein Link statt eines schweren PDFs
Viele Veranstalter mögen einen Link lieber als eine große Datei. Ein Katalog mit Produkten, Preisen und Fotos, der sich am Handy öffnet, erfüllt denselben Zweck wie die Mappe, und du kannst ihn auch auf dem Markt zeigen. Mit Mercader ist deine Auslage unter dein-shop.mercader.app genau dafür da: Du schickst sie mit der Bewerbung und hängst sie später als QR-Code an deinen Stand.
Nach der Bewerbung
- Notier, was du wann geschickt hast.
- Kommt bis zum angekündigten Datum keine Antwort, schreib einmal kurz nach.
- Wirst du genommen, bestätige schnell und lass dir Aufbauzeiten und Leistungen des Stands schriftlich geben.
- Wirst du nicht genommen, frag, ob man dir den Grund nennen kann. Das hilft dir im nächsten Jahr.
Wenn du den Stand hast, prüf mit Lohnt sich der Markt?, ob er sich rechnet, und plan den Tag mit der Markttag-Checkliste. Wenn du einen Katalog für deine Bewerbung willst, kannst du deine Auslage erstellen und 14 Tage testen.
von mercader.app Team
mercader.app →

