Man kann über Instagram ohne Website verkaufen. Viele machen das jeden Tag mit DMs, Storys und einer Telefonnummer. Schwierig ist nicht das erste verkaufte Stück, sondern das fünfzigste: wenn sich die Fragen wiederholen, Storys ablaufen und niemand weiß, was noch da ist.
Dieser Leitfaden bringt dich von einem Profil, das „Sachen zeigt“, zu einem Profil, das verkauft, ohne Onlineshop.
Schritt 1: ein Profil, das in drei Sekunden sagt, was du verkaufst
Wer auf dein Profil kommt, entscheidet schnell, ob er bleibt. Prüfe:
- Name: deine Marke plus das, was du machst („Mirasol · handgemachte Keramik“). Das Namensfeld wird auch von der Instagram-Suche genutzt.
- Bio: was du machst, für wen und wo man dich findet („Tassen und Schalen aus Steinzeug · samstags auf dem Wochenmarkt“).
- Link: ein klarer Hauptlink, der zu deinen Produkten führt. Welcher, siehst du weiter unten.
- Highlights: „Katalog“, „Märkte“, „So bestellst du“, „Bewertungen“.
Schritt 2: poste, um zu verkaufen, nicht nur, um zu inspirieren
Inhalte über deinen Prozess schaffen Vertrauen; Produktinhalte bringen Verkäufe. Wechsle beides ab und nenne in jedem Produktbeitrag:
- den Preis (oder ein „ab“);
- ob das Stück verfügbar ist oder auf Bestellung gefertigt wird;
- was man tun muss, um es zu bekommen („schreib mir“ oder „Link in Bio“).
Ein Beitrag ohne Preis bringt DMs mit „Was kostet das?“. Ein Beitrag mit Preis und klarer Aufforderung bringt DMs mit „Ich will es“.
Schritt 3: dein Katalog darf nicht nur im Feed leben
Hier liegt die Grenze, wenn du über Instagram ohne Website verkaufst. Der Feed ist nach Datum sortiert, nicht nach Kategorie; Storys verschwinden nach 24 Stunden und Highlights zeigen Preise nicht geordnet an. Wenn jemand „alle Tassen, die du gerade hast“ sehen will, hast du keinen Ort, an den du ihn schicken kannst.
Die Lösung ist kein kompletter Onlineshop mit Warenkorb, Checkout und Versandregeln. Für die meisten Kunsthandwerker reicht eine Seite mit Produkten, Preisen und Verfügbarkeit. Das nennen wir ein digitales Schaufenster.
Schritt 4: ein Link in der Bio, der die Fragen beantwortet
Der Bio-Link ist die Brücke zwischen Instagram und dem Verkauf. Die üblichen Optionen:
- Linkseite (Linktree und Co.): sammelt deine Links in einer Liste; ihr Schwerpunkt ist kein Katalog physischer Stücke mit Preisen.
- Kompletter Onlineshop: sinnvoll, wenn du viel verschickst und automatische Zahlung willst, aber er muss eingerichtet und gepflegt werden.
- Digitales Schaufenster: Produkte mit Fotos und Preis, nächste Märkte, Bewertungen und ein WhatsApp-Button. In wenigen Minuten am Handy eingerichtet.
Mit Mercader sieht dein Link so aus: deine-marke.mercader.app. Ideen, damit er geklickt wird, findest du in Link in Bio, der konvertiert.
Schritt 5: beantworte DMs mit Links statt mit Absätzen
Lege in Instagram Schnellantworten für die drei häufigsten Fragen an. Statt den Preis aus dem Kopf zu tippen, schick den Link zum Stück:
Hallo! Die blaue Tasse ist noch da, hier findest du Fotos, Maße und Preis: deine-marke.mercader.app. Wenn du sie willst, sag Bescheid, dann lege ich sie für dich zurück.
Du sparst Zeit, und die Kundschaft sieht mehr Fotos, andere Stücke und deinen nächsten Markt.
Schritt 6: Bezahlung und Versand einfach halten
Ohne Onlineshop wird der Verkauf im Chat abgeschlossen. Am häufigsten:
- Bezahlung: Überweisung, PayPal oder bar bei Abholung in der Werkstatt oder auf dem Markt.
- Versand: eine feste Pauschale, die man vor dem Schreiben kennt. Schreib sie in die Produktbeschreibung oder in ein Highlight.
- Bestätigung: eine Nachricht mit Bestellung, Gesamtbetrag und Versanddatum.
Mercader wickelt keine Zahlungen ab und nimmt keine Provision auf Verkäufe: Die Kundschaft gehört dir, der Verkauf auch.
Schritt 7: hol Instagram aus Instagram heraus
Viele der besten Instagram-Verkäufe beginnen woanders: Jemand sieht dich auf einem Markt, folgt dir und kauft Wochen später. Druck deinen Link als QR-Code an den Stand, auf Etiketten und Karten. Alles zeigt auf dasselbe Schaufenster und von dort auf dein Instagram.
Was du vermeiden solltest
- Den Bio-Link jede Woche ändern: Das verwirrt, wer wiederkommt.
- „Preis per DM“ antworten: Manche fragen nie und gehen einfach.
- Nur auf Reichweite setzen: Der Algorithmus ändert sich, dein Link nicht. Mehr dazu in Instagram ist nicht deine Website.
Fang heute an
Du musst weder Instagram verlassen noch einen Onlineshop bauen. Du brauchst einen aufgeräumten Ort, an den du Menschen schickst. Schau dir Mirasol an und erstelle dein Schaufenster mit 14 Tagen Testphase. Heute Nachmittag kann es in deiner Bio stehen.
von Team mercader.app
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